Ein mittelständischer Zulieferer der Metall- und Kunststoffverarbeitung produziert Komponenten inSerienfertigungfür verschiedene Industriebranchen. Durch steigende Stückzahlen, zunehmende Variantenvielfalt und häufige Umrüstungen wurde der Materialfluss zunehmend unübersichtlich.
Herausforderungen im Überblick:
Lange Durchlaufzeiten und hohe Umlaufbestände
Komplexe Materialflüsse mit häufigen Zwischenlagerungen
Fehlende Taktung und ineffiziente Steuerungslogik
Hoher Kommunikationsaufwand zwischen Fertigung, Planung und Logistik
Ziel der Beratung
Reduktion der Durchlaufzeiten in der Serienfertigung
Verbesserung der Material- und Informationsflüsse
Einführung standardisierter Taktung und klarer Steuerungsmechanismen
Reduktion von Zwischenbeständen und Umlaufmengen
Vorbereitung einer digital unterstützten Produktionssteuerung
Projekt auf einen Blick
Projektart
Wertstromanalyse und -design in der Serienfertigung
Projektzeitraum
14 Projektwochen
Beteiligte Berater
2 Berater
Vorgehensweise
Ist-Aufnahme:
Analyse der bestehenden Fertigungs- und Transportprozesse
Erfassung der Prozesszeiten, Materialbewegungen und Zwischenlager
Visualisierung des aktuellen Zustands im Wertstromdiagramm
Bewertung:
Identifikation von Verschwendungen (Muda)
Analyse von Engpässen, Wartezeiten und Informationsbrüchen
Ermittlung der Prozessleistung und Materialflussstabilität
Soll-Design:
Entwicklung eines neuen Wertstromkonzepts mit Fließfertigung
Definition von Supermarktprinzip, Pull-System und Taktung
Anpassung des Layouts für kürzere Wege und klarere Prozesse
Umsetzungsplanung:
Erarbeitung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten
Schulung der Führungskräfte und Mitarbeitenden im Lean-Gedanken
Die REFA: Suisse Berater analysierten sämtliche Fertigungsprozesse entlang der Wertschöpfungskette und erarbeiteten ein Soll-Wertstromdesign mit klarer Strukturierung der Material- und Informationsflüsse.
Schwerpunkte:
Erfassung desIst-Wertstromsmit Prozesszeiten, Beständen und Transportwegen
Analyse von Engpässen, Rückkopplungen und Doppelbewegungen
Entwicklung einesSoll-Wertstromsmit definierten Taktzeiten, Fließprinzipien und Supermarktlogik
Visualisierung der Ergebnisse mit Wertstromplänen und Layoutskizzen
Ableitung einesMaßnahmenplanszur Umsetzung im laufenden Betrieb
Einsparpotenzial:ca. 560.000 € jährlich durch reduzierte Bestände und Flächenbedarf
Transparente Steuerung:Einführung von visuellen Kennzahlen und Linienboards
Fazit
Das Projekt zeigt, wieWertstromdesign in der SerienfertigungTransparenz, Stabilität und messbare Effizienzgewinne schafft. Durch die Verbindung vonREFA-MethodikundLean Productionwurde der Materialfluss vereinfacht, die Prozesszeiten reduziert und eine nachhaltige Struktur geschaffen. Der neu gestaltete Wertstrom dient heute alsStandardmodell für weitere Produktlinienim Unternehmen und unterstützt den Übergang zu digitalisierten Fertigungsprozessen.
Empfehlungen
Für Unternehmen mit Serienfertigung empfiehlt REFA: Suisse:
Regelmäßige Wertstromanalysen zur Ermittlung von Engpässen
Einführung standardisierter Fließ- und Pull-Systeme
Schulung der Führungskräfte im Umgang mit Wertstromkennzahlen