Ein mittelständischer Hersteller technischer Kunststoffteile belieferte mehrere Branchen – unter anderem Automobilzulieferer, Elektrotechnik und Medizintechnik. Mit steigender Produktvielfalt nahm jedoch auch dieHäufigkeit der Werkzeugwechselzu.
Die Folge:
hoheMaschinenstillstandszeitendurch lange Rüstvorgänge,
sinkendeAnlagenverfügbarkeit,
ungenutzteProduktionskapazitäten,
und steigendeStückkostenin der Fertigung.
Ziel der Beratung
Reduktion der Rüstzeiten an Spritzgussmaschinen
Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit
Senkung der Stillstands- und Rüstkosten
Einführung von Standards zur nachhaltigen Effizienzsteigerung
Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Rüstprozesse und Verschwendung
Projekt auf einen Blick
Projektart
Rüstzeitoptimierung mit SMED
Projektzeitraum
6 Projektwochen
Beteiligte Berater
2 Berater
Vorgehensweise
Analysephase:
Detaillierte Zeitaufnahmen der Rüstprozesse
Klassifizierung in interne (Maschine steht) und externe (Maschine läuft) Tätigkeiten
Auswertungsphase:
Ermittlung der Rüstzeitanteile nach Tätigkeitsart
Identifikation von Engpässen, Suchzeiten und organisatorischen Schwachstellen
Umsetzungsphase:
Umwandlung interner in externe Rüstvorgänge (Vorbereitung parallel zur Produktion)
Einführung von Rüstwagen, Werkzeugbereitstellung und standardisierten Abläufen
Visuelle Unterstützung durch Checklisten und 5S-Methodik
Nachhaltigkeit:
Schulung der Rüster und Teamleiter
Festlegung von Kennzahlen zur regelmäßigen Überwachung
Einbindung der Ergebnisse in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP)
Fachliche Umsetzung
Methodik: SMED, Methodenberatung nach REFA, Zeitaufnahmen und Ablaufanalysen Fokus:Spritzgussmaschinen, Werkzeugwechsel, Produktionslogistik
Die REFA: Suisse Berater analysierten die gesamten Rüstprozesse an vier repräsentativen Maschinen. Ziel war es, interne und externe Rüstvorgänge zu trennen, standardisierte Abläufe zu entwickeln und technische wie organisatorische Verbesserungen umzusetzen.
Schwerpunkte:
Erfassung und Videoanalyse der Rüstvorgänge (Ist-Zustand)
Identifikation nicht wertschöpfender Tätigkeiten und Wartezeiten
Bewertung der einzelnen Schritte hinsichtlich Dauer, Ablauf und Störungseinfluss
Entwicklung einesSoll-Prozessesmit klarer Aufgabenverteilung und Checklisten
Durchführung von Schulungen und Umsetzung vor Ort
Kostenloser Online-Check
Wie hoch ist Ihr Rüstzeitanteil in der Produktion?
Motivierte Mitarbeitende, die durch ihre Einbindung Verbesserungsvorschläge aktiv umsetzten
Fazit
Das Projekt verdeutlicht, wieSMEDin Verbindung mit derREFA-Methodikein effektives Instrument zur Effizienzsteigerung in der Fertigung ist. Durch die strukturierte Analyse und praxisnahe Umsetzung konnte das Unternehmen in kurzer Zeit messbare Ergebnisse erzielen: geringere Stillstandszeiten, höhere Produktivität und stabilere Abläufe. Die Methode wurde anschließend auf weitere Produktionslinien übertragen – mit ähnlich positiven Resultaten.
Empfehlungen
Für Unternehmen mit häufigen Rüstvorgängen empfiehlt REFA: Suisse:
Einführung der SMED-Methode in allen relevanten Produktionsbereichen
Trennung interner und externer Rüstprozesse als Standard
Schulung der Mitarbeitenden in Rüsttechnik und Prozessanalyse
Verknüpfung mit Lean-Methoden wie 5S und Standard Work
Regelmäßige Zeitaufnahmen zur Erfolgskontrolle und Prozesspflege