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Fallbeispiel:
Prozessoptimierung Lebensmittelindustrie – Effizienzsteigerung Lager & Produktion

Ausgangssituation

Als Backwarenspezialist produziert das zu beratende Unternehmen eine breite Palette an Gebäcksorten, Snacks und diätischen Produkten.
Dank kontinuierlicher Produktinnovationen gelingt es, Kunden immer wieder zu begeistern und Marktanteile zu sichern. Die hohe Produktqualität wird durch eine moderne Tiefkühltechnologie gewährleistet:

  • Die Produkte werden zu rund 80 % vorgebacken,
  • anschließend direkt von der Backstube in den Froster transportiert,
  • und im optimalen Zustand eingefroren.

So garantiert das Unternehmen jederzeit 100 % Frische und höchste Standards in der Lebensmittelproduktion.

Ziel der Beratung

  • Analyse der Schnittstellen zwischen Lager und Produktion entlang der logistischen Kette
  • Ermittlung von Optimierungspotenzialen mittels Multimomentaufnahme
  • Identifikation von Schwachstellen und Entwicklung konkreter Maßnahmen
  • Einbindung von Soft Skills (z. B. Zusammenarbeit, Motivation, Kommunikation)

Projekt auf einen Blick

Projektart

Prozessoptimierung in der Lebensmittelindustrie

Projektzeitraum

8 Projektwochen

Beteiligte Berater

2 Berater

Vorgehensweise

Um ein vollständiges Bild der Abläufe zu erhalten, wurde die Analyse über alle drei Schichten und mindestens fünf Arbeitstage durchgeführt. Erfasst wurden:

  • Produktionsbereiche: vier Backstraßen inkl. Verpackungsräume
  • Servicekräfte: Instandhaltung, EDV, Logistik
  • Kommissionierung und Abräumprozesse
  • LKW-Fahrer und interne Transporte

Die Multimomentanalyse wurde von zwei REFA: Suisse Beratern je Schicht begleitet.
Die zeitliche Abfolge umfasste:

  1. Kick-off-Meeting mit Führungskräften, Betriebsrat und Arbeitnehmervertretern
  2. Schichtbezogene Einführungsgespräche, um alle Mitarbeitenden einzubinden
  3. Einrichtung der Multimomentaufnahme in Produktion, Abräumung und Kommissionierung
  4. Datenerhebung über eine Woche in allen Schichten
  5. Auswertung der Ergebnisse und Erstellung eines Maßnahmenkatalogs
  6. Abschlussgespräch mit Präsentation der Ergebnisse und Abstimmung der weiteren Schritte

Fachliche Umsetzung

Methodik: Methodenberatung nach REFA
Fokus: Analyse der Schnittstellen zwischen Lager und Produktion

Ziel war es, durch den Einsatz der Methodenberatung nach REFA Transparenz über bestehende Abläufe zu schaffen und gezielt Optimierungspotenziale zu identifizieren.

Im Rahmen der Potenzialanalyse wurden sowohl technische als auch organisatorische Aspekte berücksichtigt – von der Materiallogistik bis zu den personellen Schnittstellen.

Die REFA: Suisse Berater entwickelten auf dieser Grundlage einen Maßnahmenkatalog zur Prozessoptimierung, der konkrete Handlungsfelder aufzeigte und nach Priorität strukturiert wurde.

Schwerpunkte:

  • Prozessaufnahme in Lager, Vorproduktion und Hauptproduktion 
  • Analyse der Materialbereitstellung, Wegezeiten und internen Transporte 
  • Ermittlung von Zeitanteilen und Prozessvariationen 
  • Bewertung der Schnittstellen zwischen Lager, Produktion und Qualitätssicherung, 
  • Identifikation von Verschwendung und Engpässen 
  • Optimierung des Layouts und der Materiallogistik 
  • Definition effizienterer Arbeitsorganisation und Standards
  • Ableitung konkreter Maßnahmen zur Steigerung von Produktivität und Prozessstabilität

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Die Analyse zeigte, dass zahlreiche kleinere Schwierigkeiten im Zusammenspiel einen deutlich größeren Gesamteffekt erzeugten.

Zentrale Erkenntnisse

  • Schnittstellen zwischen Abteilungen waren unklar definiert
  • Kommunikationswege zwischen Schichten führten zu Informationsverlusten
  • Fehlende Transparenz bei Abläufen hemmte die Produktivität
  • Einzelmaßnahmen reichten nicht aus, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen

Ergebnisse:

  • Klare Definition der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten
  • Einführung standardisierter Kommunikationswege
  • Reduzierung von Wartezeiten und Doppelarbeiten
  • Verbesserte Abstimmung zwischen Lager, Produktion und Versand

Fazit

Die Prozessanalyse machte deutlich, dass nicht einzelne Engpässe das Hauptproblem waren, sondern deren Wechselwirkungen im Gesamtsystem. Langfristige Effizienzsteigerungen lassen sich nur erreichen, wenn Organisation, Technik und Menschen gemeinsam betrachtet werden.
Das Projekt führte zu einer deutlichen Verbesserung der Transparenz, der Zusammenarbeit und der Prozessstabilität – und legte die Basis für weitere Optimierungsmaßnahmen.

Empfehlungen

Für eine nachhaltige Effizienzsteigerung empfiehlt REFA: Suisse:

  • Regelmäßige Multimomentaufnahmen zur Prozessbewertung
  • Fortlaufende Schulung der Mitarbeitenden in Methoden nach REFA und Lean
  • Einsatz interdisziplinärer Teams zur Schnittstellenanalyse
  • Kombination aus technischen und organisatorischen Maßnahmen
  • Förderung einer offenen Kommunikations- und Verbesserungskultur