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Fallbeispiel:
Prozessoptimierung in der Metallindustrie – 22 % kürzere Durchlaufzeit durch gezielte Schwachstellenanalyse

Ausgangssituation

Ein metallverarbeitendes Unternehmen mit Serien- und Kleinserienfertigung kämpfte mit langen Durchlaufzeiten, Engpässen im Materialfluss und fehlender Transparenz über Prozessverantwortlichkeiten.

Typische Probleme:

  • Überlastete Bereiche bei gleichzeitigem Leerlauf in anderen Abteilungen
  • Hohe interne Transport- und Suchzeiten
  • Unklare Schnittstellen zwischen Fertigung, Arbeitsvorbereitung und Logistik
  • Keine einheitlichen Standards in Abläufen oder Zuständigkeiten

Die Geschäftsführung benötigte eine präzise Prozessanalyse, um Schwachstellen sichtbar zu machen und strukturiert Verbesserungen umzusetzen – ohne zusätzliche Ressourcen.

Ziel der Beratung

  • Transparenz über reale Prozesszeiten und Verlustquellen
  • Reduktion von Warte-, Wege- und Suchzeiten
  • Verbesserung der Abstimmung zwischen Abteilungen
  • Senkung der Durchlaufzeit – ohne zusätzlichen Personalbedarf
  • Etablierung klarer Prozessstandards für eine stabile Fertigung

Projekt auf einen Blick

Projektart

Prozessoptimierung & Schwachstellenanalyse

Projektzeitraum

10 Projekttage

Beteiligte Berater

1 Berater

Vorgehensweise

1. Vorbereitung

  • Analyse der Fertigungsstruktur & Auftragsdaten
  • Definition der Beobachtungsbereiche
  • Festlegung relevanter Prozessschritte

2. Prozessanalyse

  • Beobachtung der gesamten Prozesskette
  • Erfassung der realen Zeitanteile (Wertschöpfung vs. Verschwendung)
  • Bewertung von Layout, Wegen und Materialbereitstellung

3. Schwachstellenanalyse

  • Identifikation der größten Verlusttreiber
  • Schnittstellenanalyse (Fertigung – AV – Logistik)
  • Bewertung organisatorischer und technischer Engpässe

4. Maßnahmenentwicklung

  • Layoutoptimierungen (Wege, Materialfluss, Bereitstellung)
  • Einführung klarer Zuständigkeiten und Standards
  • Verbesserte Arbeitsorganisation und Rollenklärung
  • Quick-Wins zur sofortigen Entlastung (z. B. Rüstorganisation, Materialgestaltung)

Fachliche Umsetzung

Methodik: Methodenberatung nach REFA, Wertstromanalyse, Layout-Bewertung, Schnittstellenanalyse
Fokus: Materialfluss, interne Logistik, Montagebereiche, Schnittstellen Fertigung/Arbeitsvorbereitung

Der REFA: Suisse Berater führte eine vollständige Analyse der Abläufe und Materialflüsse durch – kombiniert mit einer Schwachstellenbewertung entlang des gesamten Produktionsprozesses.

Schwerpunkte

  • Aufnahme der End-to-End-Prozesse „vom Auftrag bis zum Versand“
  • Identifikation von Prozessverlusten (Wege, Wartezeiten, Störungen, Doppelarbeiten)
  • Bewertung des vorhandenen Layouts und Materialflusses
  • Analyse von Verantwortlichkeiten und Schnittstellen
  • Ableitung eines zielgerichteten Maßnahmenpakets mit klaren Prioritäten

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Zentrale Erkenntnisse

  • Über 25 % der gesamten Durchlaufzeit entfielen auf Wartezeiten, Wege & Schnittstellenverluste
  • Materialbereitstellung und interne Logistik waren unstrukturiert
  • Unklare Verantwortlichkeiten führten zu Doppelarbeiten und Verzögerungen
  • Hohe Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern in kritischen Prozessschritten

Ergebnisse:

  • 22 % kürzere Durchlaufzeit nach Anpassung des Layouts und klaren Verantwortlichkeiten
  • Spürbar höhere Produktivität, ohne zusätzliches Personal
  • Bessere Abstimmung zwischen Fertigung und Arbeitsvorbereitung
  • Reduktion interner Transportwege & Suchzeiten
  • Stabilere Abläufe und klare Standards

Fazit

Die gezielte Prozessanalyse und Schwachstellenbewertung nach REFA zeigte deutlich, wie hoch die versteckten Potenziale im Produktionsalltag sind.
Mit einem schlanken Projektumfang und klar priorisierten Maßnahmen konnten Durchlaufzeiten und Produktivität messbar verbessert werden – ohne Investitionen in neue Anlagen oder Personal.

Empfehlungen

Für produzierende Mittelständler empfiehlt REFA: Suisse:

  • Regelmäßige Prozessanalysen zur Identifikation realer Verlustquellen
  • Klare Schnittstellen & Verantwortlichkeiten definieren
  • Materialfluss & Layout regelmäßig überprüfen
  • Verschwendungsarten transparent machen und laufend reduzieren
  • Mitarbeiter in Verbesserungsprozesse einbinden