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Fallbeispiel:
Personalbedarfsermittlung im Kundenservice – 20 % weniger Überlastung & spürbar bessere Servicequalität

Ausgangssituation

Ein mittelständisches Unternehmen mit einem zentralen Kundenservice-Bereich bearbeitet täglich eine große Menge an Telefonanfragen, Tickets und E-Mails.
Trotz gestiegener Kundenzahlen fehlte eine objektive Grundlage zur Personalplanung.

Typische Probleme:

  • einzelne Mitarbeitende waren dauerhaft überlastet
  • in bestimmten Schichten bestanden ungenutzte Kapazitäten
  • Servicelevel (Antwortzeiten, Erreichbarkeit) wurden nicht stabil erreicht
  • Aufgabenverteilung und Priorisierung waren unklar

Das Management benötigte eine datenbasierte Personalbedarfsermittlung, um Belastung zu reduzieren und Kundenanfragen zuverlässig zu bearbeiten.

Ziel der Beratung

  • Objektive Personalbedarfsermittlung anhand realer Prozesszeiten
  • Entlastung überlasteter Mitarbeiter
  • Bessere Servicequalität & stabilere Bearbeitungszeiten
  • Einführung einer transparenten Schicht- und Aufgabenverteilung
  • Reduktion unnötiger Wartezeiten und Rückstände

Projekt auf einen Blick

Projektart

Personalbedarfsermittlung & Prozessanalyse im Kundenservice

Projektzeitraum

7 Projekttage

Beteiligte Berater

1 Berater

Vorgehensweise

1. Vorbereitung

  • Abstimmung der Untersuchungsbereiche
  • Festlegung der Tätigkeitskategorien
  • Einweisung der Mitarbeitenden

2. Durchführung der Multimomentaufnahme

  • Beobachtung über mehrere Schichten
  • Erfassung hunderter Momentaufnahmen
  • Objektive Bestimmung der Zeitanteile je Tätigkeit

3. Analyse

  • Identifikation der größten Zeitverluste (Suchzeiten, Warten auf Material, unklare Aufträge)
  • Bewertung der Tätigkeitsverteilung pro Mitarbeiter und Prozess

4. Maßnahmenentwicklung

  • Einführung klarer Zuständigkeiten
  • Anpassung von Materialbereitstellung & Wegestruktur
  • Bessere Aufgabenverteilung in Stoßzeiten
  • Quick-Wins zur Reduktion von Warte- & Suchzeiten

Fachliche Umsetzung

Methodik: Vorgabezeiten nach REFA, Prozessanalyse, Ticket- und Workload-Auswertung
Fokus: Telefonservice, E-Mail-Bearbeitung, Ticketmanagement, Schichtplanung

Der REFA: Suisse Berater kombinierte quantitative Daten (Ticketvolumen, Bearbeitungszeiten, Peaks) mit einer qualitativen Analyse der Aufgabenverteilung. 

Schwerpunkte:

  • Ermittlung realistischer Vorgabezeiten pro Ticket- und Gesprächsart
  • Auswertung von Ticketvolumen, Servicezeiten & Erreichbarkeit
  • Analyse der Schichtverteilung und Belastungskurven
  • FTE-Berechnung für unterschiedliche Leistungsniveaus
  • Erstellung eines ausgewogenen Schicht- und Aufgabenmodells

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Zentrale Erkenntnisse

  • 35 % der gesamten Arbeitszeit entfielen auf unproduktive Tätigkeiten
  • Haupttreiber: lange Wege, unstrukturierte Bereitstellung, fehlende Priorisierung
  • Teamleistung schwankte stark aufgrund unklarer Aufgabenverteilung

Ergebnisse:

  • Reduktion unproduktiver Zeitanteile von 35 % auf 18 %
  • 15 % höhere Teamproduktivität – ohne zusätzliches Personal
  • Stabilere Durchsatzleistung über alle Schichten hinweg
  • Klare Aufgabenstruktur und bessere Abstimmung im Team
  • Verbesserte Materialbereitstellung & weniger Suchzeiten

Fazit

Das Fallbeispiel zeigt eindrucksvoll, wie eine strukturierte Personalbedarfsermittlung und Prozessanalyse nach REFA im Kundenservice zu klaren, objektiven Entscheidungsgrundlagen führt.
Durch die Kombination aus realen Vorgabezeiten, Ticket- und Workload-Daten sowie einer transparenten Aufgabenverteilung konnten Überlastungen abgebaut, die Servicequalität stabilisiert und die Bearbeitungszeiten deutlich verbessert werden.
Besonders hervorzuheben:
Die Optimierungen wurden in kurzer Projektlaufzeit erreicht – ohne zusätzliche Stellen und ohne neue IT-Systeme.
Allein durch eine klarere Struktur, datenbasierte Planung und intelligente Schichtmodelle entstand spürbare Entlastung für das Team und ein messbar besserer Kundenservice.

Empfehlungen

Für Logistik- und Lagerbereiche empfiehlt REFA: Suisse:

  • Priorisierung von Vorgängen anhand definierter Servicelevel
  • Einsatz realistischer Vorgabezeiten
  • Regelmäßige Abstimmung zwischen Teamleitung und Mitarbeitenden
  • Einführung einfacher Monitoring-Kennzahlen