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Fallbeispiel:
Transparente Entgeltgestaltung & faire Eingruppierung im Produktionsumfeld

Ausgangssituation

Das produzierende Unternehmen verfügte über historisch gewachsene Entgelt- und Eingruppierungsstrukturen mit unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben zwischen einzelnen Bereichen und Funktionen. Im Laufe der Jahre entstanden uneinheitliche Stellenbeschreibungen sowie unterschiedliche Interpretationen von Verantwortung, Anforderungen und Leistung.

Dadurch nahmen Unsicherheiten bei Führungskräften und Mitarbeitenden zu:

  • Stellen waren nicht einheitlich beschrieben,
  • Eingruppierungen wurden unterschiedlich bewertet,
  • leistungsbezogene Kriterien waren nur teilweise nachvollziehbar,
  • und bestehende Entgeltstrukturen verloren zunehmend an Transparenz.

Das Unternehmen wollte deshalb eine nachvollziehbare und zukunftsfähige Grundlage für Stellenbewertung, Eingruppierung und leistungsorientierte Vergütung schaffen.

Ziel der Beratung

  • Analyse der bestehenden Organisations-, Stellen- und Entgeltstruktur
  • Entwicklung einheitlicher Stellenbeschreibungen und Bewertungsgrundlagen
  • Einführung einer transparenten und nachvollziehbaren Eingruppierungssystematik
  • Definition objektiver Kriterien für leistungsbezogene Vergütung
  • Verbesserung von Transparenz, Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit im Unternehmen
  • Unterstützung von Führungskräften und Mitarbeitenden bei der Einführung neuer Strukturen

Projekt auf einen Blick

Projektart

Entgeltgestaltung & Eingruppierung im Produktionsumfeld

Projektzeitraum

6 Projektwochen

Beteiligte Berater

2 Berater

Vorgehensweise

Um eine belastbare und nachvollziehbare Grundlage für die neue Entgelt- und Eingruppierungssystematik zu schaffen, wurde zunächst die bestehende Organisations- und Stellenstruktur umfassend analysiert. Dabei wurden unterschiedliche Funktionen, Verantwortlichkeiten und bestehende Bewertungsmaßstäbe im Unternehmen systematisch erfasst.

Im Fokus der Analyse standen unter anderem:

  • Stellenprofile und Aufgabenbereiche in Produktion und Administration
  • Verantwortlichkeiten und organisatorische Schnittstellen
  • Bestehende Eingruppierungs- und Entgeltstrukturen
  • Leistungsbezogene Kriterien und Bewertungsmaßstäbe
  • Unterschiedliche Anforderungen zwischen Bereichen und Funktionen

Die Durchführung erfolgte gemeinsam mit Führungskräften, Personalverantwortlichen und Arbeitnehmervertretungen. Die zeitliche Abfolge umfasste:

  1. Kick-off-Meeting mit Geschäftsführung, Personalabteilung und Führungskräften
  2. Analyse bestehender Stellen- und Entgeltstrukturen in den relevanten Unternehmensbereichen
  3. Durchführung strukturierter Interviews und Workshops mit Fachbereichen und Verantwortlichen
  4. Erstellung und Vereinheitlichung von Stellenbeschreibungen
  5. Objektive Stellenbewertung und Entwicklung einer Eingruppierungssystematik
  6. Definition transparenter Kriterien für leistungsbezogene Vergütung
  7. Auswertung der Ergebnisse und Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs
  8. Abschlusspräsentation mit Vorstellung der neuen Struktur und Abstimmung der weiteren Umsetzungsschritte

Fachliche Umsetzung

Methodik: Organisations- und Entgeltgestaltung nach REFA
Fokus: Transparente Stellenbewertung, Eingruppierung und leistungsorientierte Vergütung

Ziel des Projekts war es, durch eine strukturierte Analyse der bestehenden Organisations- und Entgeltstrukturen mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Unternehmen zu schaffen. Gleichzeitig sollten einheitliche Bewertungsgrundlagen entwickelt werden, um langfristig faire und belastbare Eingruppierungssysteme zu etablieren.

Im Rahmen der Organisations- und Potenzialanalyse wurden sowohl organisatorische als auch personelle Aspekte berücksichtigt – von Verantwortlichkeiten und Aufgabenprofilen bis hin zu leistungsbezogenen Kriterien und bestehenden Vergütungsmodellen.
Die REFA: Suisse Berater entwickelten auf dieser Grundlage ein strukturiertes Konzept zur Stellenbewertung und Entgeltgestaltung, das konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Organisations- und Vergütungsstruktur aufzeigte.

Schwerpunkte:

  • Analyse bestehender Organisations- und Entgeltstrukturen
  • Aufnahme und Vereinheitlichung von Stellenbeschreibungen
  • Bewertung von Anforderungen, Verantwortung und Kompetenzen
  • Entwicklung transparenter Eingruppierungssystematiken
  • Definition nachvollziehbarer Bewertungs- und Leistungsmaßstäbe
  • Analyse leistungsbezogener Vergütungsbestandteile
  • Abstimmung mit Führungskräften, Personalabteilung und Arbeitnehmervertretungen
  • Entwicklung praktikabler und wirtschaftlich tragfähiger Entgeltmodelle
  • Ableitung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung von Transparenz und Akzeptanz
  • Schaffung belastbarer Grundlagen für zukünftige Organisations- und Personalentwicklungsmaßnahmen

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Die Analyse zeigte, dass insbesondere uneinheitliche Bewertungsmaßstäbe und historisch gewachsene Strukturen zu fehlender Transparenz und Unsicherheiten im Unternehmen führten. Unterschiedliche Interpretationen von Anforderungen, Verantwortung und Leistung erschwerten eine nachvollziehbare Eingruppierung und belastbare Entgeltstruktur.

Zentrale Erkenntnisse

  • Stellenbeschreibungen waren nicht einheitlich aufgebaut
  • Bewertungsmaßstäbe unterschieden sich zwischen Bereichen und Funktionen
  • Verantwortlichkeiten und Anforderungen waren teilweise unklar definiert
  • Leistungsbezogene Kriterien wurden unterschiedlich interpretiert
  • Fehlende Transparenz erschwerte Akzeptanz und Vergleichbarkeit
  • Bestehende Strukturen boten keine belastbare Grundlage für zukünftige Entwicklungen

Ergebnisse:

  • Einführung einheitlicher und nachvollziehbarer Stellenbeschreibungen
  • Transparente Eingruppierungssystematik für unterschiedliche Funktionen
  • Klare Definition von Anforderungen, Verantwortung und Kompetenzen
  • Objektivere Grundlagen für leistungsbezogene Vergütung
  • Höhere Akzeptanz bei Führungskräften und Mitarbeitenden
  • Verbesserte Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Unternehmen
  • Belastbare Grundlage für zukünftige Organisations- und Personalentwicklungsmaßnahmen

Fazit

Das Projekt machte deutlich, dass transparente und nachvollziehbare Entgeltstrukturen einen wesentlichen Einfluss auf Akzeptanz, Zusammenarbeit und organisatorische Stabilität haben. Nicht einzelne Bewertungsfragen stellten die größte Herausforderung dar, sondern die unterschiedlichen Interpretationen und historisch gewachsenen Strukturen innerhalb des Gesamtsystems.

Durch die strukturierte Stellenbewertung, die einheitliche Eingruppierungssystematik und die Definition klarer Leistungsmaßstäbe konnte die Transparenz im Unternehmen deutlich verbessert werden. Gleichzeitig entstand eine belastbare Grundlage für zukünftige Personal-, Organisations- und Vergütungsentscheidungen.

Empfehlungen

Für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Entgelt- und Organisationsstruktur empfiehlt REFA: Suisse:

  • Regelmäßige Überprüfung von Stellenbeschreibungen und Eingruppierungen
  • Einheitliche Bewertungsmaßstäbe für Verantwortung, Anforderungen und Leistung
  • Transparente Kommunikation bei Veränderungen von Entgelt- und Vergütungsstrukturen
  • Schulung von Führungskräften im Umgang mit Bewertungs- und Eingruppierungssystemen
  • Einbindung von Mitarbeitenden und Arbeitnehmervertretungen in Veränderungsprozesse
  • Kombination aus organisatorischen, personellen und leistungsbezogenen Maßnahmen
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung leistungsorientierter Vergütungssysteme
  • Förderung einer offenen Kommunikations- und Verbesserungskultur