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Fallbeispiel:
Einführung eines Prämienlohnsystems in der Montage eines Maschinenbauunternehmens

Ausgangssituation

Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen mit rund 180 Mitarbeitenden stand vor der Herausforderung, seine Montageprozesse und Entlohnungssysteme neu auszurichten.
Die bisherige Zeitvergütung berücksichtigte individuelle Leistungsunterschiede kaum, was sich negativ auf Motivation und Produktivität auswirkte.

Gleichzeitig bestand der Wunsch, eine faire, transparente und leistungsorientierte Entlohnung einzuführen, die die Mitarbeiterleistung messbar macht und zugleich wirtschaftliche Ziele des Unternehmens unterstützt.

Ziel der Beratung

  • Einführung eines transparenten, motivierenden Prämienlohnsystems
  • Gerechte Leistungsbewertung auf Basis objektiver Planzeiten
  • Steigerung der Produktivität und Motivation im Montagebereich
  • Sicherstellung von Kostenneutralität und Wirtschaftlichkeit

Projekt auf einen Blick

Projektart

Einführung eines Prämienlohnsystems (Leistungsentgelt)

Projektzeitraum

10 Projektwochen

Beteiligte Berater

2 Berater

Vorgehensweise

  1. Analysephase:
    • Bewertung der bisherigen Entlohnungsform und Leistungsbewertung
    • Erfassung der Tätigkeiten und Ablaufstrukturen in der Montage
  2. Datenerhebung:
    • Durchführung von Zeitaufnahmen nach REFA-Methodik
    • Ermittlung von Grund-, Rüst- und Verteilzeiten
    • Bildung von Planzeiten für die wesentlichen Montagevorgänge
  3. Modellentwicklung:
    • Definition der Leistungskennzahlen (z. B. 100 % Leistung = 100 % Prämienbasis)
    • Festlegung der Prämienstaffel und Auszahlungsmodalitäten
    • Entwicklung einer transparenten Berechnungslogik für Führungskräfte und Mitarbeiter
  4. Abstimmung & Einführung:
    • Präsentation der Ergebnisse an Geschäftsführung und Betriebsrat
    • Schulung der Meister und Mitarbeiter zur Anwendung des Prämienlohnsystems
    • Begleitung während der Einführungsphase zur Sicherung der Akzeptanz

Fachliche Umsetzung

Methodik: REFA-Methodenlehre, Zeitwirtschaft, Entgeltgestaltung, Mitarbeiterbeteiligung
Fokus: Montageabteilung mit rund 60 Beschäftigten

Die REFA: Suisse Berater begleiteten das Unternehmen bei der Konzeption und Einführung eines leistungsbezogenen Entgeltsystems.
Grundlage war die Ermittlung valider Planzeiten sowie die Definition von transparenten Leistungskennziffern zur Berechnung der Prämien.

Schwerpunkte:

  • Analyse der bestehenden Entgeltstrukturen und Zeitvorgaben
  • Durchführung von Zeitaufnahmen zur Ermittlung der Planzeiten
  • Festlegung der Leistungskennzahlen (Basisleistung, Prämiengrenze, Leistungsgrad)
  • Entwicklung eines Prämienmodells auf Basis der REFA-Systematik
  • Abstimmung des Modells mit Betriebsrat und Geschäftsführung
  • Testphase und anschließende Einführung im Regelbetrieb

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Zentrale Erkenntnisse

  • Die bisherigen Zeitvorgaben waren uneinheitlich und nicht REFA-konform.
  • Mitarbeitende empfanden die bisherige Entlohnung als wenig leistungsgerecht.
  • Die Akzeptanz für ein transparentes, objektiv messbares System war hoch.

Ergebnisse:

  • Einführung eines praxiserprobten Prämienlohnsystems nach REFA
  • Produktivitätssteigerung von rund 12 % innerhalb von drei Monaten
  • Erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit durch nachvollziehbare Leistungsbewertung
  • Verbesserte Planungs- und Kalkulationssicherheit durch valide Planzeiten
  • Stärkere Führungsunterstützung durch klare Leistungskennzahlen

Fazit

Das Projekt zeigt, wie die Einführung eines Prämienlohnsystems nach REFA-Methodik eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Beschäftigte schaffen kann.
Die Kombination aus objektiven Planzeiten, transparenter Berechnung und klarer Kommunikation führte zu einer messbaren Effizienzsteigerung und einer spürbar höheren Motivation im Montagebereich.
Das System bietet zudem eine verlässliche Grundlage für Kalkulation, Planung und Leistungsbewertung – ein wichtiger Baustein moderner Produktionssteuerung im Maschinenbau.

Empfehlungen

Für Unternehmen empfiehlt REFA: Suisse:

  • Einführung von Leistungsentgeltsystemen auf Basis objektiver Zeitdaten nach REFA
  • Frühzeitige Einbindung von Betriebsrat und Mitarbeitenden zur Akzeptanzsteigerung
  • Klare, nachvollziehbare Prämienlogik und regelmäßige Leistungsrückmeldung
  • Schulung der Führungskräfte in Entgelt- und Leistungsbewertung
  • Kombination mit Prozessoptimierung für nachhaltige Produktivitätssteigerung