Ein mittelständischer Fertigungsbetrieb aus Deutschland, spezialisiert auf Präzisionskomponenten für den Maschinenbau, stand vor der Herausforderung, sein bestehendesEntgeltsystem zu modernisieren.
Die bisherige Lohnstruktur war historisch gewachsen und bot keine klare Differenzierung nachArbeitsanforderungen, Qualifikationen und Verantwortlichkeiten. Dies führte zu:
Unzufriedenheit und fehlender Transparenz bei Mitarbeitenden,
Problemen bei der gerechten Entlohnung unterschiedlicher Tätigkeiten,
und Schwierigkeiten, Fachkräfte langfristig zu binden.
Ziel der Beratung
Aufbau eines objektiven, nachvollziehbaren Systems zur Anforderungsbewertung
Sicherstellung einer gerechten Entgeltdifferenzierung
Schaffung von Transparenz für Führungskräfte und Mitarbeitende
Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität
Harmonisierung der betrieblichen Entgeltstruktur
Projekt auf einen Blick
Projektart
Einführung eines Anforderungsbewertungssystems
Projektzeitraum
10 Projektwochen
Beteiligte Berater
2 Berater
Vorgehensweise
Analysephase:
Sichtung vorhandener Tätigkeitsbeschreibungen und Entgeltschemata
Interviews mit Führungskräften und Mitarbeitenden zu Aufgaben, Verantwortung, Belastung und Arbeitsbedingungen
Bewertungsphase:
Erstellung und Diskussion von Tätigkeitsprofilen
Bewertung nach denREFA-Kriterien: Können, Verantwortung, Belastung und Arbeitsbedingungen
Zuordnung der Bewertungsstufen zu betrieblichen Entgeltgruppen
Abstimmungsphase:
Präsentation der Ergebnisse gegenüber Geschäftsführung und Betriebsrat
Definition der Zuordnungssystematik für bestehende und neue Tätigkeiten
Dokumentation in einem Bewertungshandbuch
Implementierungsphase:
Schulung der Führungskräfte im Umgang mit dem neuen System
Begleitung der Einführung und Kommunikation im Betrieb
Fachliche Umsetzung
Methodik: Methodenberatung nach REFA, Arbeitsbewertung, Funktionsanalyse, Entgeltdifferenzierung Fokus:Fertigungsbereiche, Qualifikationsanforderungen, Verantwortlichkeiten
Die REFA: Suisse Berater begleiteten das Unternehmen von der Analyse der bestehenden Entgeltstruktur bis zur Einführung eines transparenten, bewertungsbasierten Systems.
Schwerpunkte:
Analyse der aktuellen Tätigkeiten und Entgeltgruppen
Durchführung von Arbeitsplatzbeobachtungen und Interviews
Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit um 22 %laut interner Befragung
Bessere Vergleichbarkeit von Tätigkeitenund Qualifikationsniveaus
Einsparpotenzial:geringerer administrativer Aufwand bei Neueinstufungen und Lohnverhandlungen
Fazit
Das Projekt zeigt, wie die Einführung einesobjektiven Anforderungsbewertungssystemszur Stärkung von Transparenz, Fairness und Motivation beiträgt. Durch die systematische Vorgehensweise nachREFA-Methodikwurde einenachvollziehbare Grundlage für Entgeltdifferenzierunggeschaffen – mit klaren Kriterien, definierten Bewertungsstufen und nachvollziehbaren Ergebnissen. Das System wird heute erfolgreich alsStandardinstrumentin der Personal- und Organisationsentwicklung eingesetzt.
Empfehlungen
Für Unternehmen empfiehlt REFA: Suisse:
Regelmäßige Überprüfung bestehender Entgeltsysteme auf Fairness und Transparenz
Einführung objektiver Bewertungssysteme nach REFA - oder vergleichbaren Kriterien
Einbindung der Führungskräfte und Arbeitnehmervertretungen in den Prozess
Schulung der Verantwortlichen in Arbeitsbewertung und Entgeltsystematik
Verknüpfung von Anforderungsbewertung mit Personalentwicklung und Qualifizierung