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Fallbeispiel:
Effizienzsteigerung im Kleinflugzeug-Motorenbau – Prozessoptimierung für optimale Abläufe

Ausgangssituation

Ein international tätiger Hersteller von Rotations- und Hubkolbenmotoren produziert in der Zentralschweiz Antriebssysteme für Kleinflugzeuge.
Das Werk beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und vereint Produktion, Entwicklung und Verwaltung unter einem Dach.

Trotz hoher technischer Kompetenz zeigte sich, dass die Produktionsabläufe und Materialflüsse nicht optimal aufeinander abgestimmt waren.
Die Folge:

  • Unklare Materialbewegungen zwischen Hallen,
  • lange Transportwege,
  • unausgelastete Maschinen,
  • und ein hoher Anteil unproduktiver Zeiten in der Montage.

Ziel der Beratung war eine umfassende Prozessoptimierung, um Verschwendungen zu identifizieren, Effizienzpotenziale aufzudecken und Produktivität nachhaltig zu steigern.

Ziel der Beratung

  • Ermittlung von Verschwendungen und Verbesserungspotenzialen in Produktion und Logistik
  • Optimierung der Materialbereitstellung und Arbeitsorganisation
  • Verkürzung von Transportwegen und Reduktion unproduktiver Zeiten
  • Verbesserung der Flächen- und Maschinennutzung
  • Vorbereitung auf künftige Wachstumsschritte

Projekt auf einen Blick

Projektart

Potenzialanalyse und Prozessoptimierung in der Produktion

Projektzeitraum

3 Projektmonate

Beteiligte Berater

2 Berater

Vorgehensweise

Die REFA: Suisse Berater gingen systematisch nach den Prinzipien der Methodenberatung nach REFA und Lean Production vor:

  1. Datenerhebung und Prozessaufnahme:
    • Beobachtung und Dokumentation der Abläufe in Kommissionierung, Vormontage und Endmontage
    • Erfassung von Prozesszeiten, Wartezeiten und Bewegungsabläufen
  2. Materialflussanalyse:
    • Untersuchung der Wege zwischen Produktionshallen und Lagerbereichen
    • Identifikation von Engpässen und ineffizienten Layouts
  3. Bewertung der Arbeitsorganisation:
    • Analyse der Aufgabenverteilung und Mitarbeiterproduktivität
    • Erfassung von Tätigkeiten mit hohem Anteil an unproduktiver Zeit
  4. Technische Bewertung:
    • Begutachtung der vorhandenen CNC-Maschinen und Vorrichtungen
    • Prüfung von Wartungszustand, Auslastung und Risiko von Maschinenausfällen
  5. Ausarbeitung des Maßnahmenkatalogs:
    • Entwicklung konkreter Vorschläge zur Optimierung von Layout, Abläufen und Organisation
    • Präsentation der Ergebnisse mit Einsparpotenzial und Priorisierung

Fachliche Umsetzung

Methodik:Methodenberatung nach REFA, Potenzialanalyse und Materialflussuntersuchung
Fokus: Kommissionierung, Endmontage, Materialbereitstellung und Logistik

Die REFA: Suisse Berater, beauftragt durch die IPIC AG, analysierten die Produktionsprozesse in mehreren Werkhallen.

Schwerpunkte:

  • Ermittlung produktiver und unproduktiver Zeiten in der Kommissionierung und Endmontage
  • Bewertung der Materiallogistik hinsichtlich Transportwege und Lagerorganisation
  • Analyse der Arbeitsplatzgestaltung und Maschinenverfügbarkeit
  • Überprüfung der Vorrichtungs- und Werkzeugnutzung

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Die Prozessanalyse zeigte deutliche Ineffizienzen in der Organisation und Steuerung der Produktion.

Zentrale Erkenntnisse

  • Die Fertigung und Montage waren auf mehrere Hallen verteilt, statt zentral organisiert.
  • Der Materialfluss verlief nicht linear, was zu langen Transportwegen führte.
  • Lagerflächen waren teilweise mit ungenutzten Vorrichtungen belegt.
  • Werkzeug- und Arbeitsplatzorganisation wiesen erhebliche Verbesserungsreserven auf.
  • Eine veraltete CNC-Fräsmaschine verursachte Ausfallrisiken, während eine zweite nicht ausgelastet war.

Ergebnisse:

  • Bessere Materiallogistik durch Neuordnung des Materialflusses
  • Optimierte Lagerflächen und Reduktion ungenutzter Bestände
  • Produktivitätssteigerung durch klare Aufgabenverteilung und verbesserte Arbeitsplatzgestaltung
  • Einsparpotenzial: jährlich 1.000.000 – 1.250.000 CHF durch Effizienzgewinne
  • Transparente Prozesse als Basis für zukünftige Produktionssteigerungen

Fazit

Das Projekt belegt eindrucksvoll, wie systematische Prozessoptimierung im Maschinen- und Motorenbau erhebliche wirtschaftliche Effekte erzielen kann.
Durch die Methodenberatung nach REFA und eine praxisorientierte Potenzialanalyse konnten strukturelle Schwächen erkannt und gezielt behoben werden.
Die Kombination aus organisatorischen, technischen und logistischen Maßnahmen führte zu nachhaltigen Effizienzsteigerungen, kürzeren Durchlaufzeiten und geringeren Kosten – bei gleichzeitiger Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Empfehlungen

Für Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau empfiehlt REFA: Suisse:

  • Regelmäßige Prozessanalysen zur Erkennung von Verschwendungen
  • Lean-orientierte Produktionsgestaltung mit klaren Materialflüssen
  • Kontinuierliche Schulung von Führungskräften und Mitarbeitenden in Effizienzmethoden
  • Einsatz moderner CNC-Technologien mit klarer Wartungsstrategie
  • Nutzung einer Methodenberatung nach REFA, um Daten, Organisation und Mensch zu verbinden