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Fallbeispiel:
Aufbau einer Controllingstruktur in einem mittelständischen Fertigungsunternehmen – Transparenz in 4 Wochen

Ausgangssituation

Ein mittelständisches Fertigungsunternehmen mit rund 90 Mitarbeitenden stand vor der Herausforderung, seine Kosten- und Leistungsstrukturen transparenter zu gestalten.
Obwohl das ERP-System zahlreiche Daten lieferte, fehlte eine klare Controllingstruktur, die Kennzahlen zielgerichtet verdichtet und für Entscheidungen nutzbar macht.

Probleme waren unter anderem:

  • Uneinheitliche Datenerfassung in den Abteilungen
  • Fehlende Kostenstellenlogik und unklare Verantwortlichkeiten
  • Keine regelmäßigen Soll-Ist-Vergleiche oder Frühwarnindikatoren

Ziel der Beratung

  • Einführung einer klaren Controllingstruktur mit übersichtlichen Kennzahlen
  • Aufbau einer einfachen, nachvollziehbaren Kostenstellenrechnung
  • Stärkung der Eigenverantwortung der Führungskräfte
  • Bereitstellung eines nutzerfreundlichen Reportings

Projekt auf einen Blick

Projektart

Entwicklung einer Controllingstruktur mit Kennzahlensystem

Projektzeitraum

4 Projektwochen

Beteiligte Berater

1 Berater

Vorgehensweise

  1. Ist-Analyse:
    • Sichtung bestehender Finanzdaten und ERP-Auswertungen
    • Aufnahme der organisatorischen Verantwortlichkeiten
  2. Strukturaufbau:
    • Definition einer schlanken Kostenstellenstruktur
    • Zuordnung von Kostenarten und Leistungsträgern
  3. Kennzahlenkonzept:
    • Auswahl der wichtigsten Produktions- und Wirtschaftlichkeitskennzahlen
    • Ableitung von Steuerungsgrößen für Geschäftsführung und Abteilungsleiter
  4. Reporting & Schulung:
    • Erstellung eines Excel-basierten Monatsreportings
    • Schulung der Führungskräfte in Auswertung und Interpretation
    • Einführung eines kurzen, monatlichen Controlling-Meetings

Fachliche Umsetzung

Methodik: Kosten- und Leistungsrechnung, Controllingkonzept, Prozessanalyse
Fokus: Kostenstellenstruktur, Kennzahlen, Reporting

Der REFA: Suisse Berater begleitete das Unternehmen bei der schnellen und pragmatischen Einführung eines Controllingsystems, das sich an die bestehenden IT- und ERP-Strukturen anlehnt.

Schwerpunkte:

  • Aufnahme der Kostenstellen- und Kostenträgerstruktur
  • Analyse der Hauptkostenarten und Leistungsverrechnung
  • Definition von Kernkennzahlen (z. B. Produktivität, Ausschussquote, Maschinenlaufzeit, Gemeinkostenanteil)
  • Aufbau eines einfachen Monatsreportings mit Soll-Ist-Vergleich
  • Schulung der Abteilungsleiter im Umgang mit den Kennzahlen

Der Fokus lag bewusst auf Schnelligkeit, Übersichtlichkeit und Selbstanwendbarkeit – kein komplexes System, sondern ein umsetzbares Controlling-Framework.

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Zentrale Erkenntnisse

  • Viele mittelständische Unternehmen verfügen über Daten, aber keine echte Entscheidungsgrundlage.
  • Ein klarer Controllingrahmen kann in wenigen Wochen etabliert werden – ohne zusätzliche Software.
  • Die Einbindung der Führungskräfte erhöht die Akzeptanz und Nutzung der Kennzahlen.

Ergebnisse:

  • Einführung einer funktionalen Controllingstruktur in nur 4 Wochen
  • Transparente Kostenstellen- und Leistungsübersicht
  • Erste monatliche Soll-Ist-Auswertung ab Projektwoche 4
  • Verbesserte Steuerungsfähigkeit für Geschäftsführung und Bereichsleiter
  • Kosteneinsparungen von rund 8 % durch gezielte Maßnahmen nach den ersten Auswertungen

Fazit

Das Projekt verdeutlicht, dass Controlling nicht kompliziert sein muss, um Wirkung zu entfalten.
Mit einer klaren Struktur, definierten Kennzahlen und praxisnahen Werkzeugen kann ein mittelständisches Unternehmen innerhalb weniger Wochen Transparenz und Steuerungsfähigkeit gewinnen.
Durch die Anwendung der REFA-Systematik für Kostenrechnung und Leistungsbewertung wurde ein belastbares Fundament geschaffen, das sich flexibel erweitern lässt.

Empfehlungen

Für mittelständische Unternehmen empfiehlt REFA: Suisse:

  • Einführung einer klaren Kostenstellenstruktur mit Verantwortlichkeiten
  • Auswahl weniger, aber aussagekräftiger Kennzahlen
  • Nutzung vorhandener ERP-Daten statt teurer Zusatzsysteme
  • Regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche als Führungsinstrument
  • Schulung der Führungskräfte in betriebswirtschaftlicher Kennzahlenkompetenz