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Fallbeispiel:
Ablaufstudie nach REFA – Effizienzsteigerung in Produktion und Montage

Ausgangssituation

Ein metallverarbeitendes Unternehmen beauftragte die IPIC AG mit der Durchführung einer Ablaufstudie nach REFA, um die Produktions- und Montageprozesse systematisch zu analysieren und zu verbessern.

Hintergrund war die zunehmende Komplexität der Abläufe im Bereich Materialfluss, Fertigung und Montage.
Ziel war es, durch eine strukturierte Prozessanalyse nach REFA Transparenz über Arbeitsabläufe, Materialbewegungen und Schnittstellen zu schaffen, um anschließend gezielte Optimierungsmaßnahmen umzusetzen.

Ziel der Beratung

  • Reduktion von Durchlauf- und Rüstzeiten
  • Verbesserung des Materialflusses und der Arbeitsplatzorganisation
  • Steigerung von Produktivität und Arbeitssicherheit
  • Entwicklung eines optimierten Soll-Layouts für die Produktion

Projekt auf einen Blick

Projektart

Ablaufstudie und Prozessanalyse nach REFA

Projektzeitraum

4 Projektwochen

Beteiligte Berater

1 Berater

Vorgehensweise

  1. Erhebung der Ist-Abläufe:
    • Analyse von Materialfluss und Arbeitsorganisation
    • Dokumentation aller Prozessschritte in Produktion und Montage
  2. Durchführung der Ablaufstudien:
    • Beobachtung und Bewertung der Arbeitsabläufe
    • Identifikation von Verschwendungen und Engpässen
    • Analyse von Sicherheitsaspekten und Materialbereitstellung
  3. Auswertung & Abstimmung der Ergebnisse:
    • Erarbeitung von Verbesserungsvorschlägen
    • Diskussion mit Betriebsleitung und Fachabteilungen
  4. Präsentation & Empfehlungen:
    • Dokumentation aller Ergebnisse und Handlungsempfehlungen
    • Vorbereitung der Entscheidung über die weitere Vorgehensweise

Fachliche Umsetzung

Methodik: Strukturierte REFA-Ablaufstudie mit Zeitaufnahmen, Tätigkeitsanalyse und systematischer Bewertung aller Prozessschritte
Fokus: Optimierung von Abläufen, Minimierung von Warte- und Wegezeiten und Erhöhung der Prozessstabilität

Die Studie umfasste die Erfassung und Bewertung sämtlicher Arbeitsabläufe in Produktion und Montage, einschließlich Materialfluss, Arbeitsplatzgestaltung, Sicherheitsaspekten und Organisation.
Die Ergebnisse bildeten die Basis für eine Neustrukturierung der Fertigung und die Einführung effizienter Arbeitsmethoden.

Schwerpunkte:

  • Anwendung der REFA-Methodenlehre auf Materialfluss und Arbeitsabläufe
  • Auswertung und Dokumentation der Ablaufstudien
  • Abstimmung der Ergebnisse mit der Betriebsleitung
  • Präsentation von Optimierungsempfehlungen als Entscheidungsgrundlage

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Erkenntnisse & Erzielte Ergebnisse

Die Ablaufstudien zeigten deutliche Potenziale in den Bereichen Materialfluss, Arbeitsplatzgestaltung und Prozesssicherheit.

Zentrale Erkenntnisse

Optimierungsvorschlag 1 – Materialfluss und Lagerung:

  • Freihalten des Torbereichs für Staplerverkehr
  • Bündelweise Ablage der Stangenware und Sortierung nach Profil
  • Anpassung der Zwischenlagegrößen und Einführung eines Zwischengestells
  • Kennzeichnung der Regale nach Materialinhalt
  • Einführung einer Kanban-Steuerung
  • Vermeidung von Rostbildung durch bessere Lagerorganisation

Optimierungsvorschlag 2 – Layout und Arbeitsplatzorganisation:

  • Anpassung der Stellflächen an Bedarfsfrequenz
  • Platzierung von wichtigen Materialien nahe am Bedarfsraum
  • Freihalten von Maschinenarbeitsplätzen

Optimierungsvorschlag 3 – Maschinentechnik:

  • Einführung automatischer Gewindeschneidköpfe an Bohrmaschinen
  • Reduktion von Verletzungsrisiken und Zeitverlusten
  • Nutzung optimierter Spannvorrichtungen

Optimierungsvorschlag 4 – Ergonomie am Schweißroboter:

  • Installation einer Fußbank zur Ergonomieverbesserung
  • Einführung einer zweiten Schweißvorrichtung zur Parallelbearbeitung
  • Reduktion von Wartezeiten bei langen Taktzeiten

    Optimierungsvorschlag 5 – Werkzeug- und Qualitätsmanagement:

    • Einsatz von Akkuschraubern und Schnellspannsystemen
    • Qualitätskontrolle bereits bei frühen Fertigungsstufen
    • Nutzung von Einlegehilfen zur Positionierung von Rohren

    Ergebnisse:

    • Installation von Schutzeinrichtungen (Ziehgitter) an Hubtischen zur Unfallvermeidung
    • Verwendung optimierter Materialkappen zur Kostenreduktion
    • Ergonomische Verbesserung durch höhenverstellbare Tische
    • Einführung von Just-in-Time-Produktion zur Lagerkostenreduktion
    • Umstellung auf Stichprobenkontrolle mit Mitarbeiterverantwortung und Qualitätsnachweis

    Organisatorischer Vorschlag

    • Einführung einer Bandfertigung gemäß Soll-Layout V1
    • Bildung von Arbeitsinseln und Definition klarer Taktzeiten
    • Gleichmäßige Verteilung der Tätigkeiten auf Stationen
    • Reduktion von Rüst- und Wartezeiten durch optimierte Ablaufplanung

    Fazit

    Die Ablaufstudie nach REFA zeigte eindrucksvoll, wie systematische Prozessbeobachtung und Methodenberatung zu einer signifikanten Effizienzsteigerung führen.
    Durch praxisnahe Empfehlungen konnten Materialfluss, Arbeitssicherheit und Produktivität deutlich verbessert werden.
    Das Unternehmen verfügt nun über eine klare Grundlage für Layout-Optimierung, Ergonomie-Anpassungen und Lean-orientierte Prozessgestaltung.

    Empfehlungen

    Für Unternehmen der Metallverarbeitung empfiehlt REFA: Suisse:

    • Regelmäßige Ablaufstudien zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen
    • Anwendung von REFA-Methoden zur objektiven Bewertung von Abläufen
    • Kombination von Ergonomie- und Sicherheitsanalysen
    • Einführung von Kanban- und Lean-Prinzipien im Materialfluss
    • Kontinuierliche Optimierung durch Abtaktung und Standardisierung der Arbeitsplätze